SCHLAAAND! Die teuto-card-Sommermärchenreise
Erstellt von teuto-card.de am Freitag 8. Juli 2011
5. Juli 2011; Frankreich vs. Deutschland: Jetzt geht das Sommermärchen richtig los! Teuto-card war dabei, auf der Fanmeile in Mönchengladbach und live beim Spitzenspiel im FIFA-WM-Stadion-Mönchengladbach. Sonne, viele nette Leute, Party und ganz viel SCHLAAAND.
Mit angezogener Handbremse war die deutsche Mannschaft der Frauen in die WM gestartet. Im entscheidenden Spiel um den Gruppensieg sollte nun alles besser gemacht werden als in den ersten Begegnungen gegen Kanada und Nigeria. Teuto-card hat für seine Leser eine Sommer-Fußball-Reise nach Mönchengladbach gemacht und die Stimmung vor Ort und im Stadion eingefangen. Hier eine Momentaufnahme.

Dieses Paderborner Ehepaar wollte unsere Tickets wenigstens einmal anfassen. Sie reisen während der WM von Fanmeile zu Fanmeile.
Die Rahmenbedingungen stimmen schon einmal. Nach tagelangem nasskaltem Wetter brennt die Sonne heute, das Thermometer zeigt äußerst angenehme 25°C, perfektes Wetter für die Trikotbräune. Am späten Mittag treffen wir auf der Fanmeile Mönchengladbach ein, es beginnt sich allmählich zu füllen. In der ganzen Stadt sind Fans mit teils skurrilen Kostümen unterwegs, vereinzelt hört man Fangesänge. Bald steigt das Programm mit Musik von Le Clou und einer Can Can Tanzgruppe. Die Atmosphäre ist überaus freundlich und weltoffen. Wir kommen mit Fans ins Gespräch, die den Weg aus der gesamten Republik nach Mönchengladbach gefunden haben, auch mehr und mehr Franzosen finden sich ein. Nun zum Warm Up die Band Big Maggas aus Hamburg, die zu furioser Stimmungsmusik die passende Grundlage zu diesem Länderspielklassiker liefern.
Doch wir haben die begehrten Stadionkarten, also Deutschland Fahne raus und los geht’s. Angekommen im FIFA-WM-Stadion-Mönchengladbach fällt uns sofort die gigantische Stimmung auf. Deutsche und Franzosen singen sich Schulter an Schulter so langsam warm. Als die Mannschaften zum Aufwärmen den Rasen betreten ertönt ein Gänsehautjubel. Dieses Gefühl wird beim Ertönen der Nationalhymnen nur noch einmal verdoppelt – knapp 55.000 Zuschauer singen aus voller Kehle.
Erstmals in der Startelf übrigens die gebürtige Bielefelderin Lena Goeßling. In den Anfangsminuten merkt man der deutschen Mannschaft wieder leichte Nervosität an, doch die Fans singen ihre Mädels schon bald zum 0:1 durch Kerstin Garefrekes. Die Flanke kommt auf die rechte Seite – „der geht rein“ sagen wir noch – Garefrekes schiebt mit einem kräftigen Schuss den Ball ins Netz. Die Französinnen wollen nicht so recht ins Spiel kommen, zu viele Probleme haben sie mit dem schnellen Kombinationsspiel der Deutschen. So fällt schon bald das 0:2 durch Inka Grings.
Relativ entspannt gingen wir also in die zweite Halbzeit, alles sieht nach einem Konterspiel aus, da fällt nach einem Eckstoß ein recht einfaches Kopfballtor durch die Französinnen, sollten wir nun doch noch einen Zittersieg erleben? Dann große Unruhe im französischen Strafraum, Torfrau Berangere Sapowicz fliegt am Ball vorbei und fällt Fatmire Bajramai von ihren schnellen Beinen, rote Karte, Elfmeter, Tor, Inka Grings. Deutschland spielt jetzt wie entfesselt, doch da fällt wieder so ein einfaches Eckentor, 2:3. Aber die Französinnen können ihre Kräfte nicht mehr ballen, so fällt kurz vor Abpfiff noch das verdiente 2:4 durch Celia Okoyino da Mbabi. Der Jubel ist grenzenlos „oh wie ist das schön, oh wie ist das schön” stimmen 10-Tausende an und die La Ola schwappt weiter durch das Stadion.
Ein Fußballspiel auf höchstem Niveau geht zu Ende, nach dieser Leistung steht das deutsche Team ganz klar im engeren Favoritenkreis, jetzt wartet Japan im Viertelfinale. Eine Reise, die sich gelohnt hat. SCHLAAAAND!


